Direkt zum Seiteninhalt springen
Publikation

Kampagnen, Spione, geheime Kanäle

Die Stasi und Willy Brandt

BStU (Hg.), Daniela Münkel

Reihe
BF informiert

Umfang
83 Seiten

Auflage
2., korrigierte Auflage, Berlin 2015

Verlag
BStU

Preis
2,50 €

ISBN
978-3-942130-75-2

Sprache
Deutsch

BF informiert 32/2015

Inhalt

Die Publikation beleuchtet anhand des Themas "Die Stasi und Willy Brandt" auf exemplarische Weise zentrale Aspekte einer vierzigjährigen deutsch-deutschen Teilungsgeschichte, die immer auch eine Geschichte von Verflechtungen war.

Um die Person Willy Brandts entfaltete sich ein breites Spektrum unterschiedlichster MfS-Aktivitäten, die die DDR-Geheimpolizei unter dem Begriff "Arbeit im und nach dem Operationsgebiet" fasste. Geplante und realisierte Diffamierungskampagnen, Kooperationsangebote, "geheime" Verhandlungs- und Gesprächskanäle werden genauso in den Blick genommen wie die Berichterstattung der Staatssicherheit über Willy Brandt an die Partei- und Staatsführung.

Die "Affäre Guillaume" war gleichzeitiger Höhe- und Tiefpunkt jahrzehntelanger, auf Willy Brandt bezogener Aktivitäten des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR. Neben Agenten im Umfeld Brandts und dem manipulierten Misstrauensvotum von 1972 behandelt dieser Band weitere Aspekte des Themas, das durch einen grundlegenden Wandel der Haltung von SED und Staatssicherheit gegenüber Brandt bestimmt ist, der seinerseits vom "Kalten Krieger" zum Entspannungspolitiker wurde.

Mit zahlreichen Abbildungen und Dokumenten.

Zum Autor/Herausgeber

BStU (Hg.)

Daniela Münkel

Prof. Dr., Historikerin; Referats- und Projektleiterin in der Abteilung Kommunikation und Wissen des BStU

Verwandte Inhalte

Publikation

"Akten-Einsichten"

Beiträge zum historischen Ort der Staatssicherheit

"Akten-Einsichten" wirft Schlaglichter auf die Stasi-Überlieferungen. Die versammelten Beiträge beleuchten und reflektieren an ausgewählten Beispielen das Potenzial dieser Quellengattung.

Publikation

Schmuggler, Spitzel und Tschekisten

Wie Stasi und KGB den Bibelschmuggel in die Sowjetunion bekämpften

Die vorliegende Studie beschreibt die geheimpolizeilichen Maßnahmen von MfS und KGB, mit denen der Bibelschmuggel durch die DDR in die Sowjetunion unterbunden werden sollte, und untersucht damit die bisher wenig erforschte Zusammenarbeit der beiden Dienste.

Publikation

Sperrgebiete in der DDR

Ein Atlas von Standorten des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS), des Ministeriums des Innern (MdI), des Ministeriums für Nationale Verteidigung (MfNV) und der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland (GSSD)

Allein in Ost-Berlin hatte das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) mindestens 232 Dienstgebäude - inklusive der Zentrale in Berlin-Lichtenberg sowie Sport- und Erholungsanlagen und dem Flugplatz Johannisthal. Im neuen Band "Sperrgebiete in der DDR" lassen sich diese und viele andere ...

Publikation

Die AIDS-Verschwörung

Das Ministerium für Staatssicherheit und die AIDS-Desinformationskampagne des KGB

Mit dem Auftauchen des für AIDS verantwortlichen HI-Virus Anfang der 1980er Jahre begannen Forschungen, aber auch Spekulationen um dessen Herkunft. 1992 gab der Leiter der russischen Auslandsspionage zu, dass der sowjetische Geheimdienst hinter einer internationalen Desinformationskampagne zum ...

Publikation

Die maoistische KPD/ML und die Zerschlagung ihrer "Sektion DDR" durch das

Im "Arbeiter-und-Bauern-Staat" kämpfte eine Handvoll Maoisten unter dem Namen "Sektion DDR der KPD/ML" verbissen gegen die SED-Machthaber und wurde nach anfänglichen "Erfolgen" zur leichten Beute für den Staatssicherheitsdienst.

Publikation

Die Untersuchungshaftanstalt der Staatssicherheit in Rostock

Ermittlungsverfahren, Zelleninformatoren und Haftbedingungen in der Ära Honecker

Die Studie bietet die erste wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der MfS-Untersuchungshaftanstalt Rostock, ihren Insassen und den hier herrschenden Haftbedingungen.