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Publikation

Schleswig-Holstein und die Stasi

Spionieren - Überwachen - Auswerten

BStU (Hg.)

Cover der Publikation 'Schleswig-Holstein und die Stasi'

Reihe
Dokumentenhefte

Umfang
106 Seiten

Auflage
Berlin 2019

Verlag
BStU

Preis
kostenlos

Sprache
Deutsch

Inhalt

Schleswig-Holstein stand schon seit den 1950er Jahren im Fokus der Stasi und blieb es über die Gesamtdauer des Kalten Krieges. Die Ostseestützpunkte der Bundesmarine in Flensburg, Kiel und Eckernförde, aber auch die hohe Stationierungsdichte der NATO bewirkten ein fortwährendes Interesse des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) an Schleswig-Holstein.

Fünf exemplarisch ausgewählte Fallbeispiele dokumentieren, wie die Staatssicherheit arbeitete. Das erste Kapitel  konzentriert sich auf die militärische Bedeutung Schleswig-Holsteins. Das Bundesland im Norden war insbesondere wegen seiner Eignung als Brückenkopf für eine eventuelle militärische Landung des Warschauer Paktes höchst interessant.

Auch für Wissenschaftseinrichtungen und maritime Hightech-Firmen zeigte die Stasi größtes Interesse. Der Fall eines ins Visier geratenen Kieler Wissenschaftlers beschreibt exemplarisch, warum und wie das MfS versuchte, bedeutsame Einrichtungen zu unterwandern und Beschäftigte für sich zu nutzen.

Wie intensiv die Stasi im Auftrag der Staatspartei SED westdeutsche Politiker auf ihren Reisen in die DDR überwachte, umreißt der Abschnitt zur schleswig-holsteinischen SPD, der Björn Engholm und Horst Jungmann angehörten.

Sehr aktiv war die Stasi in Schleswig-Holstein auch in der Bekämpfung "feindlich-negativer" Institutionen und Personen. Wie bedrohlich das gerade für frühere DDR-Bürger werden konnte, verdeutlicht der Fall zweier nach Schleswig-Holstein geflohener Greifswalder Familien. Die Unterlagen dokumentieren, wie die Stasi im Nachhinein die Fluchtumstände recherchierte und auch versuchte, den beruflichen Neustart im Westen zu stören.

Schließlich belegt das Beispiel der westdeutschen Grenzkontrollstelle Lübeck-Schlutup, welche Rolle dem MfS bei der Überwachung der Grenze mit seinem privaten und geschäftlichen Reiseverkehr durch den "Eisernen Vorhang" zukam und wie die Stasi auch dort versuchte Informanten einzuschleusen.

Zum Autor/Herausgeber

BStU (Hg.)

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