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Publikation

Verzeichnis der Ausgangsinformationen der Hauptverwaltung A des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR

Version 6.0 (Stand: August 2020)

BStU (Hg.)

Reihe
Weitere Publikationen

Umfang
1476 Seiten

Auflage
Berlin 2020

Verlag
BStU

Preis
kostenlos

Sprache
Deutsch

Inhalt

Die Ausgangsinformationen der Hauptverwaltung A (HV A) des MfS sind die zentrale Überlieferung im Archiv des BStU zu den Ergebnissen der Westspionage der HV A. Durchschnittlich eintausend Informationsberichte der Abteilung VII, insbesondere zur bundesrepublikanischen und Westberliner Politik, aber auch über das politische, militärische und wirtschaftliche Geschehen weltweit, erreichten jährlich die Führungsriege von Partei und Regierung.

Diese Westberichte werden wegen ihrer zentralen Bedeutung seit Jahren intensiv von Medien und Forschung genutzt. Seit der Rekonstruktion der SIRA-Datenbanken können die Ausgangsinformationen der HV A in den Kontext hunderttausender Nachweise über Informationseingänge bei der HV A (sog. Eingangsinformationen) gestellt werden. Dies ermöglicht häufig einen direkten Rückschluss auf die informationsbeschaffenden Quellen.

Das vorliegende Verzeichnis gibt einen Überblick über alle Ausgangsinformationen der HV A. In seiner jüngsten Version wurde es um 1 930 Titeln von Ausgangsinformationen des Sektors Wissenschaft und Technik (SWT) der HV A als neue Reihe erweitert. Die Empfänger dieser Informationen waren nicht Partei- und Regierungsstellen, sondern die volkseigene Wirtschaft sowie den Einrichtungen der zivilen und militärischen Forschung und Entwicklung.  

Ziel war es, durch diese Spielart der Spionage für die DDR-Wirtschaft und zum Teil auch für die verbündeten Staaten positive ökonomische Effekte und rüstungstechnische Vorteile zu erzielen. Die Titel dieser innerhalb der HV A als Sekundärinformationen bezeichneten Zusammenfassungen geben einen guten thematischen Überblick über die breit gefächerten Themen bzw. Ergebnisse der Industrie- und Wirtschaftsspionage der HV A. Der Zugriff auf die Dokumente selbst ist nur im Ausnahmefall möglich, da sie 1990 im Zuge der Stasi-Auflösung zum größten Teil vernichtet wurden.

Zum Autor/Herausgeber

BStU (Hg.)

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