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Vorderseite der Publikation 'Vom Scheitern der kybernetischen Utopie' von Christian Booß
Pressemitteilung

Vom Scheitern der kybernetischen Utopie

Publikation zur Entwicklung von Überwachung und Informationsverarbeitung im MfS

Die Beschaffung und Verarbeitung von Informationen ist eine zentrale Aufgabe eines jeden Geheimdienstes, so auch für das Ministerium für Staatssicherheit (MfS). Die DDR-Geheimpolizei wollte allerdings keineswegs undifferenziert „alles“ wissen, wie MfS-Chef Erich Mielke oft zitiert wird und hat auch nicht unterschiedslos flächendeckend über­wacht: Ihre Aufmerksamkeit galt besonders Staat, Wirtschaft und militärischer Abwehr sowie „Staatsfeinden“ und Oppositionellen.
 
Die Arbeitsweise der Stasi war dabei längst nicht so anachronistisch, wie die überlieferten Speichermedien Akten- und Karteikartenberge es heute vermuten lassen. Die Informationsspezialisten des MfS hatten seit den 1960er-Jahren daran gearbeitet, durch gezielte Informations­gewinnung und -analyse die Überwachungsmethoden zu optimieren.

Auch wenn diese kybernetische Utopie, so die Erkenntnis der Studie, scheiterte, vollzog das MfS damit wichtige Schritte auf dem Weg zu einem „digitalen Überwachungsstaat“. Das Buch „Vom Scheitern der kybernetischen Utope“ von Dr. Christian Booß unternimmt den Anlauf, die Forschungslücke zu diesem Aspekt der Geschichte der DDR-Geheimpolizei in Ansätzen zu schließen.

Die Buchpräsentation findet als Podcast statt. In Folge 21 von „111 Kilometer Akten“ erläutert Autor Christian Booß grundlegende Forschungsergebnisse im Gespräch mit Podcast-Host Maximilian Schönherrr. Online ab 25.11.2020, 13.00 Uhr hier: www.bstu.de/podcast

Hinweis für Redaktionen: Rezensionsexemplare sind über die BStU-Pressestelle erhältlich: presse@bstu.bund.de oder 030-2324-7170

Elmar Kramer, Stv. Pressesprecher

Kontakt zur Pressestelle

Dagmar Hovestädt, Pressesprecherin

Pressesprecherin

Dagmar Hovestädt

Telefon: 030 2324-7170