Direkt zum Seiteninhalt springen
Grafik: ein Mund gestaltet aus Worten wie 'Pressefreiheit', 'Gemeinschaft' und andere. Rechts neben der Grafik steht 'Worte brauchen Freiheit'

Woche der Pressefreiheit vom 2. bis 6. Mai 2022

"PRESSEFREIHEIT IST AUCH DEINE  FREIHEIT" - unter diesem Motto laden wir junge Menschen ab 12 Jahren anlässlich des weltweiten Tags der Pressefreiheit zu Gesprächen, Workshops und Ausstellungsführungen ein.

Vom 2. bis 6. Mai bieten der Medienverband der freien Presse, Reporter ohne Grenzen, die Stiftung Lesen, das Bundesarchiv  Stasi-Unterlagen-Archiv, die Robert-Havemann-Gesellschaft und die Jugendpresse Deutschland eine Woche der Pressefreiheit mit verschiedenen kostenfreien Angeboten. Teilnehmen können Klassen, Arbeitsgruppen oder einzelne junge Menschen.

Bei digitalen Workshops gibt es Einblicke in die Arbeit Medienschaffender weltweit sowie in die erste digitale Bibliothek gegen Zensur. Redaktionen von Schülerzeitungen erfahren, welche Rechte sie bei der Medienproduktion haben.

In der ehemaligen Stasi-Zentrale können der historische Ort und das Thema Pressefreiheit in der DDR mit der Actionbound-App digital und interaktiv erkundet werden. Wie es in der DDR möglich war, unabhängige Informationen zu verbreiten und eigene Presseerzeugnisse zu produzieren, erfährt man bei einer Zeitzeugenführung durch die Open-Air-Ausstellung "Revolution und Mauerfall". Die Ausstellungsführung "Wo ist meine Akte?" veranschaulicht, wie die Stasi funktionierte und wie deren Unterlagen heute genutzt werden.

Alle Termine

Mo    02.05.
18.00-19.15 Uhr: PRESSE. MACHT. FREIHEIT.
Pressefreiheit zwischen Krieg, Krise, Klima  Was passiert mit der Wahrheit in Kriegs- und Krisenzeiten?

Hybridveranstaltung online und in Präsenz
Veranstalter: Medienverband der freien Presse

Di    03.05.
17.00 Uhr: "Wo ist meine Akte?" -  Führung durch Ausstellung und Archiv der "Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie"
Die Ausstellungsführung "Wo ist meine Akte?" veranschaulicht, wie die Stasi funktionierte und wie deren Unterlagen heute genutzt werden. Im Stasi-Unterlagen-Archiv lagern 111 Kilometer Akten, in denen vielfach persönliche Daten über Menschen gespeichert sind - gesammelt vom Staat. Die Ausstellung "Einblick ins Geheime" macht die Bedeutung dieses Archivs begreifbar.

Vor der Führung gibt es die Möglichkeit, die Beispielakten-Sammlung zu besuchen. Sie besteht aus Reproduktionen originaler Stasi-Unterlagen. Neben Sachakten und Personalunterlagen von Stasi-Offizieren finden sich hier auch Akten von Betroffenen. Diese haben der Veröffentlichung ihrer Unterlagen zugestimmt und machen einen "Einblick ins Geheime" möglich.

Wann & Wo: Am 3. Mai, Beginn 17.00 Uhr. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, um Voranmeldung wird gebeten. Dies ist via Telefon unter 030 2324-6699 oder per E-Mail an einblick-ins-geheime@bundesarchiv.de möglich.
Adresse: Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie, Normannenstraße 21a "Haus 7", 10365 Berlin
Weitere Infos unter: www.einblick-ins-geheime.de

18.30 Uhr: Totale Kontrolle? Zensur und Pressefreiheit in Russland seit dem Beginn des Ukraine-Krieges Podiumsdiskussion in Präsenz und im Stream
Schon vor dem Angriff auf die Ukraine galt Russland wahrlich nicht als Hort der Pressefreiheit - doch neue Gesetze sorgen seit Anfang März 2022 faktisch für das Ende einer von den Staatsmedien unabhängigen Presse und verbieten die vorhandene Kritik am Krieg und der Herrschaft Putins. Zum Tag der Pressefreiheit sprechen wir mit unseren Gästen über die dramatische Entwicklung für Medienschaffende in Russland und deren Folgen.

Podium:

  • Dimitri Vachedin, Internetzeitung Meduza
  • Ingo Petz, Dekoder
  • Alona Shestopalova, Core - Zentrum für OSZE-Forschung
  • Ulrike Gruska, Reporter ohne Grenzen

Moderation:

  •     Anna Litvinenko, FU-Berlin

Veranstalter: Reporter ohne Grenzen, Robert-Havemann-Gesellschaft e. V., Bundesarchiv | Stasi-Unterlagen-Archiv

Die Robert-Havemann-Gesellschaft wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und den Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Informationen zur Anmeldung folgen in Kürze.

Mi   04.05.
10.00 Uhr: Interaktives Quiz in der Stasi-Zentrale
Wie ging die Stasi gegen Journalistinnen und Journalisten in der DDR vor? Wie hielt sie Menschen davon ab, DDR-kritische Berichte im Westen zu veröffentlichen? Und was drohte denjenigen, die versuchten, kritisch über die Zustände in der DDR zu berichten?

Mit der Actionbound-App zum Tag der Pressefreiheit erleben Besucherinnen und Besucher ein digitales und interaktives Lernabenteuer am historischen Ort der Stasi-Zentrale. Knapp 30 Fragen und Aufgaben zur Stasi, zum historischen Ort und zur Pressefreiheit in der DDR sind spielerisch zu lösen. Eine Auswertung direkt vor Ort ist Teil des Projekttagangebots. Eigenes Smartphone oder Tablet (Android/iOS) erforderlich. Kostenloses WLAN wird bereitgestellt.

Das Angebot richtet sich an Schulklassen. Eine Zeitstunde sollten Sie mindestens einplanen. Aus organisatorischen Gründen bitten wir um eine Anmeldung: 030 / 2324-6757 oder bildung.stasiunterlagenarchiv@bundesarchiv.de

Wann: 4. und 5. Mai, ab 10 Uhr

Wo: Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie, Normannenstraße 20 "Haus 1", 10365 Berlin

Weitere Infos unter: www.stasi-unterlagen-archiv.de/bildung

10.00-12.00 Uhr: Zeitzeugen-Führung: Open-Air-Ausstellung "Revolution und Mauerfall". Wie die Berliner Umweltbibliothek versuchte, die Zensur in der DDR zu umgehen
Der Zeitzeuge Tim Eisenlohr führt durch die Open-Air-Ausstellung "Revolution und Mauerfall", die von der Friedlichen Revolution von ihren Anfängen über die Demonstrationen im Herbst 1989 bis zur Deutschen Einheit erzählt. Am Tag der Pressfreiheit berichtet Tim Eisenlohr von seiner Arbeit in der Berliner Umweltbibliothek, deren Mitglieder versuchten die Zensur in der DDR zu umgehen und das staatliche Informationsmonopol zu durchbrechen.

Wann: 4. Mai von 10.00 bis 12.00 Uhr
Wo: Innenhof der Stasi-Zentrale Campus Für Demokratie, Ruschestraße 103, 10365 Berlin

Anmeldung: bis zum 30. April unter info@havemann-gesellschaft.de.

Teilnahme: (max. 30 Teilnehmerinnen bzw. Teilnehmer) zwischen 12-27 Jahren, die Platzvergabe erfolgt nach dem "First come, first serve"-Prinzip.

Ein Angebot der Robert-Havemann-Gesellschaft.

Weitere Infos zum Veranstalter:
Website: www.havemann-gesellschaft.de sowie bei Instagram, Twitter und Facebook

Die Robert-Havemann-Gesellschaft wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und den Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Do    05.05.
10.00 Uhr: "Einseitige Information: Die Presse in der Diktatur" - interaktives Quiz in der ehemaligen Stasi-Zentrale mit Actionbound-App

Wie ging die Stasi gegen Journalistinnen und Journalisten in der DDR vor? Wie hielt sie Menschen davon ab, DDR-kritische Berichte im Westen zu veröffentlichen? Und was drohte denjenigen, die versuchten, kritisch über die Zustände in der DDR zu berichten?

Mit der Actionbound-App zum Tag der Pressefreiheit erleben Besucherinnen und Besucher ein digitales und interaktives Lernabenteuer am historischen Ort der Stasi-Zentrale. Knapp 30 Fragen und Aufgaben zur Stasi, zum historischen Ort und zur Pressefreiheit in der DDR sind spielerisch zu lösen. Eine Auswertung direkt vor Ort ist Teil des Projekttagangebots. Eigenes Smartphone oder Tablet (Android/iOS) erforderlich. Kostenloses WLAN wird bereitgestellt.

Das Angebot richtet sich an Schulklassen. Eine Zeitstunde sollten Sie mindestens einplanen. Aus organisatorischen Gründen bitten wir um eine Anmeldung: 030 / 2324-6757 oder bildung.stasiunterlagenarchiv@bundesarchiv.de

Wann: 5. Mai, ab 10 Uhr
Wo: Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie, Normannenstraße 20 "Haus 1", 10365 Berlin

Weitere Infos unter: www.stasi-unterlagen-archiv.de/bildung

11.00-12.30 Uhr: Pressefreiheit weltweit und ganz nah
digitales Werkstattgespräch

Reporter ohne Grenzen lädt zum digitalen Werkstattgespräch für junge Menschen ein. Erfahrt mehr über die Arbeit einer international agierenden Journalismus- und Menschenrechtsorganisation und nutzt die Chance, all eure Fragen zum Thema Presse- und Informationsfreiheit weltweit loszuwerden!

Wie arbeiten Journalistinnen und Journalisten in einer Diktatur wie Belarus? Wie hat sich der Journalismus in Afghanistan verändert, seit die Taliban wieder an die Macht gekommen sind? Und warum ist Mexiko das gefährlichste Land für Medienschaffende?

Aber auch den Blick vor die eigene Haustür möchten wir mit euch wagen: Wie steht es aktuell eigentlich um die Pressefreiheit in Deutschland? Wir sprechen dazu mit einer deutschen Journalistin/einem deutschen Journalisten, die/der euch mehr über die tägliche Arbeit vor Ort berichten wird. Gerade die Berichterstattung über Demonstrationen kann schnell gefährlich werden wie bereitet man sich vor, um an unabhängige Informationen zu kommen?
Referentinnen des Workshops:

  • ein deutscher Journalist / eine deutsche Journalistin
  • Franziska Görner, RSF-Referentin der Geschäftsleitung

Technische Moderation:

  • Jennifer Schiementz, Assistenz Kommunikation bei RSF Deutschland

Teilnahme: ab 12 bis 27 Jahre (maximal 50 inklusive Lehrkräfte/Betreuer*innen)
Wann: 5. Mai von 11.00 bis 12.30 Uhr über unsere digitale Plattform BigBlueButton (Zugangsdaten werden euch zugeschickt, sobald ihr euch bei uns angemeldet habt.)

Anmeldung:
Melde dich, Deine oder Ihre Schulkasse, Vereinsmitglieder, Studierende oder junge Interessierte bis zum 30. April per E-Mail unter event@reporter-ohne-grenzen.de mit dem Stichwort Pressefreiheit ist auch deine Freiheit für das Werkstattgespräch an.

Fr    06.05.
11.00-12.30 Uhr: Besucht mit uns "The Uncensored Library"
digitaler Workshop

-die erste digitale Bibliothek gegen Zensur innerhalb eines Computerspiels. Sie nutzt das weltweit millionenfach gespielte und über das Internet zugängliche Computerspiel Minecraft als Schlupfloch, um zensierte Artikel von Journalistinnen und Journalisten in deren Heimatländern zu verbreiten. Während unabhängige Nachrichtenportale und Onlinezeitungen in vielen autokratischen Staaten gesperrt sind, ist Minecraft fast überall frei zugänglich.

Zum Welttag gegen Internetzensur am 12. März 2020 öffnete "The Uncensored Library" ihre Türen und umfasst seitdem zensierte Artikel aus Ägypten, Mexiko, Russland, Saudi-Arabien, Vietnam, Belarus, Brasilien und Eritrea.

Erfahrt in unserem interaktiven Workshop, warum die Artikel der Journalistinnen und Journalisten zensiert wurden, erkundet "The Uncensored Library" Referentinnen und Referenten des Workshops:

  •     James Delaney, Architekt der Uncensored Library
  •     Kristin Bässe, RSF-Referentin Öffentlichkeitsarbeit/ Projektmanagerin „The Uncensored Library“

Moderation:

  • Lenja Hansen, Reporter ohne Grenzen e.V.

Teilnahme: ab 12 bis 27 Jahre (maximal 50 inklusive Lehrkräfte/Betreuer*innen)
Wann: 6. Mai von 11.00 bis 12.30 Uhr über unsere digitale Plattform BigBlueButton (Zugangsdaten werden euch zugeschickt, sobald ihr euch bei uns angemeldet habt.)

Anmeldung:
Melde dich, Deine oder Ihre Schulkasse, Vereinsmitglieder, Studierende oder junge Interessierte bis zum 30. April per E-Mail unter event[at]reporter-ohne-grenzen.de mit dem Stichwort Pressefreiheit ist auch deine Freiheit für den digitalen Workshop an.

Die digitalen Veranstaltungen am 02., 05. und 06.05. finden über die Videokonferenz-Tools der jeweiligen Partnerorganisationen statt. Alle Informationen zu Programm, Anmeldungen und  Streaming-Links unter www.mvfp.de/politik-recht/pressefreiheit