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Kolloquium

Spionage, Kalter Krieg und deutsche Teilung

Wissenschaftliches Kolloquium

Zeit

20. Oktober 2021, 18:15 Uhr

Ort

Bundesarchiv - Stasi-Unterlagen-Archiv
Karl-Liebknecht-Straße 31/33
Haus 31, Raum 804-806 (8. Etage)
10178 Berlin

Veranstalter

Bundesarchiv - Stasi-Unterlagen-Archiv / Abteilung Kommunikation und Wissen
Karl-Liebknecht-Straße 31/33
10178 Berlin
Telefon: 030 2324-6701
E-Mail: GZ.BF@bundesarchiv.de

Der Eintritt ist frei.

Für den Zutritt in die Häuser des Bundesarchivs gilt die "3G-Regel": Teilnehmende müssen geimpft, genesen oder negativ getestet sein, wobei der (Schnell-)Test nicht älter als 24 Stunden sein darf. Bitte halten Sie entsprechende Nachweise bereit. Bitte beachten Sie, dass der Veranstaltungsort nicht barrierefrei zugänglich ist.

Referent: Dr. Ronny Heidenreich (Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Stasi-Unterlagen-Archiv)

Geheimdienste produzieren Informationen, die besonders in Zeiten wachsender Unsicherheit gefragt sind. Spionage erlebte deshalb zu Beginn des Kalten Krieges eine Blütezeit. Sie gewann im geteilten Deutschland bislang unbekannte Dimensionen und entwickelte sich zu einem bislang wenig beachteten Massenphänomen. An der Schnittstelle der beiden Blöcke gelegen avancierte die DDR bis zum Mauerbau 1961 zu einem Hauptbetätigungsfeld westlicher Geheimdienste. Unter ihnen nahm der Bundesnachrichtendienst (BND) und seine Vorläuferin, die Organisation Gehlen, einen besonderen Platz ein.

Eine Untersuchung der frühen DDR-Spionage des Bundesnachrichtendienstes lohnt deshalb in mehrfacher Hinsicht. Zum einen kann erstmals aktengestützt am Beispiel des BND beschrieben werden, wie Geheimdienste im frühen Kalten Krieg Wissen vor allem durch Anwerbung von Informanten zu generieren versuchten. Mindestens ebenso interessant ist die die Frage, nach welchen Kriterien und mit welchen Intentionen diese Informationen verarbeitet wurden, mit denen letztlich Bedrohungsvorstellungen in den politischen Raum hinein kommuniziert wurden.

Letzteres gilt für West und Ost gleichermaßen: Wie wirkungsmächtig waren die BND-Berichte über die DDR im Westen? Und welche Rückwirkungen hatte die westliche Spionage auf die Agentenhysterie von SED und MfS und letztlich die politische Repression in der Sowjetischen Besatzungszone und der frühen DDR? Darum geht es in dem Vortrag, der auf der Dissertation von Ronny Heidenreich beruht.

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