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Standort Chemnitz von außen

Stasi-Unterlagen-Archiv Chemnitz

Im Stasi-Unterlagen-Archiv Chemnitz lagern rund 7,5 Kilometer Unterlagen aus der Hinterlassenschaft der Bezirksverwaltung für Staatssicherheit Karl-Marx-Stadt und den dazugehörigen 22 Kreisdienststellen. Eine Besonderheit sind die Unterlagen der Objektverwaltung "Wismut".

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Aktuelle Situation

Termine zur Einsicht von Akten können vergeben werden. Die Terminvergabe steht unter dem Vorbehalt der Verordnungslage bzw. der weiteren Entwicklung des Inzidenzwertes. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die telefonische Auskunft des Standortes.

Über den Standort

Öffnungszeiten

Montag bis Donnerstag: 08:00 - 17:00 Uhr
Freitag: 08:00 - 14:00 Uhr

Bürgerberatung

Persönliche Beratung

Montag bis Donnerstag: 08:00 - 17:00 Uhr
Freitag: 08:00 - 14:00 Uhr

Telefonische Auskünfte

0371 8082-0

Dr. Annette Zehnter, Außenstellenleiterin Chemnitz

Dr. Annette Zehnter

Telefon: 0371 8082-3711
Fax: 0371 8082-3719
E-Mail: chemnitz.stasiunterlagenarchiv@bundesarchiv.de

Aktuelle Veranstaltungen in der Region Chemnitz

Termin
Bürgerberatung

Wie kann ich meine Stasi-Akte einsehen?

Markneukirchen - Uhr

Termin
Bürgerberatung

Wie kann ich meine Stasi-Akte einsehen?

Lengenfeld - Uhr

Sept

Okt

Das Archiv

Das Stasi-Unterlagen-Archiv Chemnitz verwahrt die Hinterlassenschaft der Bezirksverwaltung (BV) für Staatssicherheit Karl-Marx-Stadt und ihren 22 nachgeordneten Kreisdienststellen in den Kreisstädten des Bezirks. Zuletzt waren knapp 3800 Hauptamtliche und ca. 12 000 Inoffizielle Mitarbeiter für die BV tätig. 

31 Abteilungen sorgten für die Sicherstellung des geheimpolizeilichen und geheimdienstlichen Wirkens in der Region. Hierzu gehörten z.B. die Abteilung IX, zuständig für kriminalpolizeiliche Ermittlungen, die Abteilung XVIII, zuständig für die Volkswirtschaft, oder die Abteilung XX, deren Aufgabe es insbesondere war, den Staatsapparat, Kultur, Kirchen und Medien zu überwachen. Eine Besonderheit ist die Objektverwaltung und spätere Abteilung "Wismut". Sie hatte den für die Sowjetunion und ihren Aufstieg zur Nuklearmacht entscheidenden Uranbergbau in der DDR abzusichern.

Zum Archiv-Bestand gehören rund 7 Kilometer Unterlagen, ca. 600 lfm bzw. 2,3 Millionen Karteikarten, über 71 000 Fotodokumente und 200 Tonträger. Die Karteikarten nutzte die Stasi u.a., um Personen, die in ihr Visier geraten waren, zu erfassen und Kurzinformationen über sie festzuhalten. Dabei bildeten die Karteikarten zugleich den "codierten" Schlüssel zu den jeweils angelegten Vorgängen, die u.a. akribische Überwachungsdossiers, Maßnahmekataloge und Abhörprotokolle enthielten. Karteikarten wie Akten waren damit für die Stasi ein wichtiges Instrument für die Unterdrückung und Verfolgung der eigenen Bevölkerung. Heute sind die Karteikarten ein wesentliches Hilfsmittel bei der Recherche in den Unterlagen der ehemaligen Stasi-Bezirksverwaltung.

Bestandsübersicht und Findmittel

Die nachfolgenden Bestandsinformationen geben einen Überblick über Inhalt, Umfang und Benutzbarkeit der Unterlagen der ehemaligen Bezirksverwaltung (BV) für Staatssicherheit Karl-Marx-Stadt.

Themenbeiträge aus der Region Chemnitz

Thema

Ein Kronkorken unter Sabotageverdacht

Der Technische Direktor des VEB Berliner Brauereien hatte dem DDR-Ministerrat über Probleme des Betriebs mit Flaschenverschlüssen berichtet. Die Stasi beschäftigte sich intensiv mit dem Fall. Die Geheimpolizei witterte Sabotage des Westens.

Thema

Wer war wer in Hoheneck?

Stasi und Strafvollzug

Hoheneck in Stollberg zählt zu den Orten, die zum Synonym für Schrecken und Leid wurden. Von 1950 bis 1989 befand sich hier das zentrale Frauengefängnis der DDR.

Thema

Die Stasi und die Wahlfälschung 1989

Am 7. Mai 1989 waren die Bürgerinnen und Bürger der DDR aufgerufen, anlässlich der Kommunalwahlen den Kandidaten der Nationalen Front ihre Stimme zu geben. Als "Schild und Schwert der Partei" beobachtete die Stasi sämtliche Aktivitäten im Zusammenhang mit den Wahlen. Verhindern konnte sie das ...

Thema

Irokese und Sicherheitsnadel

Punks im Visier der Stasi

Die Möglichkeiten in der DDR gegen das bestehende Gesellschaftssystem zu opponieren, waren sehr gering. Meist wurden solche Bestrebungen im privaten, anonymen Raum konspirativ geplant bzw. bekundet. Nur selten wurde die Ablehnung der gesellschaftlichen Verhältnisse offen und direkt gezeigt. Mit ...

Thema

Geheimsache Uranbergbau

Die Wismut AG - ein "Staat im Staat"

Die ostdeutsche Wismut AG war der drittgrößte Uranproduzent der Welt. Sie ermöglichte den Aufstieg der UdSSR zur nuklearen Supermacht. Um den strategischen Rohstoff Uran zu gewinnen, entstand in der DDR ein "Staat im Staate" - die Sowjetisch-deutsche Wismut Aktiengesellschaft.

Archivführungen

Aktueller Hinweis: Zurzeit finden keine Führungen statt.

Termine:

Jeder erste Mittwoch im Monat 17:00 Uhr 

Jeder zweite Mittwoch im Monat (Führungen für Seniorinnen und Senioren) 10:00 Uhr

Die genauen Termine entnehmen Sie bitte unserem Veranstaltungskalender. 

Bitte beachten: Der Zugang zum Archiv ist nicht vollständig barrierefrei. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Der Eintritt ist frei.
 

Bildungsangebote

Bildungsangebote für Schülerinnen und Schüler

Aktueller Hinweis: Zurzeit finden keine Bildungsangebote statt.

Im Rahmen der politischen Bildungsarbeit bieten wir Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich über die Staatssicherheit und die SED-Diktatur zu informieren.

Unser Bildungsangebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler der 9. bis 12. Klasse und umfasst u.a.

  • Archivführungen
  • Vortrag zur Staatssicherheit und ihrem Wirken in der Region
  • Individuelle Angebote nach Absprache

Nähere Informationen unter 0371 / 8082 - 3831

Der Freistaat Sachsen unterstützt Lernortfahrten und übernimmt für sächsische Schulgruppen z.B. die Fahrtkosten. Mehr Informationen erhalten Sie bei der Landesservicestelle "Lernorte des Erinnerns und Gedenkens".

Praktika für Studentinnen und Studenten

Bei einem Praktikum lernen Sie die Arbeit des Stasi-Unterlagen-Archivs Chemnitz im Rahmen eines Praktikums kennen. Sie erfahren den Weg von der Antragstellung bis zur Akteneinsicht, lernen die Recherche in den Unterlagen kennen und beteiligen sich an der politischen Bildungsarbeit.

Voraussetzungen:
 Das Praktikum muss verpflichtender Teil des Studiums sein, es sollte mindestens 4 Wochen dauern und ein Semester vorher angemeldet werden.

Anfahrt

Anreise mit dem Auto

über A 72 aus Richtung Hof nach Chemnitz

  • Ausfahrt Chemnitz Süd
  • Neefestraße / B 173 in Richtung Oberlungwitz,
  • Ausfahrt Limbach-Oberfrohna/Rabenstein,
  • rechts auf Jagdschänkenstraße,
  • nach ca. 100 m Jagdschänkenstraße 52 (Bürogebäude mit blauer Fassade).

über A 4 auf A 72 Richtung Hof

  • Kreuz Chemnitz auf A 72 Richtung Hof / Zwickau / Chemnitz-Süd,
  • Ausfahrt Chemnitz-Süd auf Neefestraße / B 173 in Richtung Oberlungwitz,
  • Ausfahrt Limbach-Oberfrohna/Rabenstein,
  • rechts auf Jagdschänkenstraße,
  • nach ca. 100 m Jagdschänkenstraße 52 (Bürogebäude mit blauer Fassade).

Parkmöglichkeiten

Sie können Parkflächen auf der gegenüberliegenden Straßenseite des Stasi-Unterlagen-Archivs nutzen. Am Haupteingang befindet sich ein Behindertenparkplatz zur allgemeinen Verfügung.

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Zug

  • ab Hauptbahnhof Chemnitz weiter mit RB 30 in Richtung Zwickau bis Bahnhof Siegmar,
  • von dort zu Fuß oder mit der Buslinie 43 bis Haltestelle Wismut GmbH
  • nach ca. 50 m Jagdschänkenstraße 52 (Bürogebäude mit blauer Fassade).

Straßenbahn aus Richtung Stadtmitte

  • Linie 1 bis Endstation Schönau,
  • von dort Buslinie 41 Richtung Bahnhof Siegmar,
  • ab Bahnhof Siegmar Buslinie 43 bis Haltestelle Wismut GmbH,
  • nach ca. 50 m Jagdschänkenstraße 52 (Bürogebäude mit blauer Fassade).

Buslinie 43 ab Rabenstein Center

  • bis Haltestelle Wismut GmbH,
  • nach ca. 50 m Jagdschänkenstraße 52 (Bürogebäude mit blauer Fassade).