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Außenaufnahme des Stasi-Unterlagen-Archivs in Dresden

Stasi-Unterlagen-Archiv Dresden

Im Stasi-Unterlagen-Archiv Dresden lagern 8.239 Regal-Meter Unterlagen und 3 Millionen Karteikarten. Die Unterlagen stammen von der Bezirks­verwaltung für Staatssicherheit und den 16 Kreisdienststellen der Stasi im Bezirk Dresden. Eine Besonderheit im Archiv sind die Unterlagen der Objektdienststelle "TU Dresden".

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Aktuelle Situation

Ab 1. Juni 2021 können wieder Termine zur Einsicht von Akten und zur persönlichen Bürgerberatung vergeben werden - in Abhängigkeit von den Vorschriften der jeweiligen Bundesländer und Regionen. Diese können auch dazu führen, dass schon vergebene Termine wieder verschoben werden müssen. Antragstellende, die seit dem November-Shutdown auf einen Termin warten mussten, werden kontaktiert, sobald die Gegebenheiten vor Ort einen Termin möglich machen.

Aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens und des Bemühens, Kontakte zu vermindern entfallen nach wie vor alle Führungen, Ausstellungen, Veranstaltungen und öffentlichen Bürgerberatungen. Die telefonische Bürgerberatung ist wie gewohnt erreichbar. 

Über den Standort

Bürgerberatung

Persönliche Beratung nur nach telefonischer Terminvereinbarung

Montag bis Donnerstag: 08.00 - 16.00 Uhr
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Telefonische Auskünfte

Die Bürgerberatung in der Region Dresden erreichen Sie unter
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Öffnungszeiten

Zur Zeit nur nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung möglich.

 

Postanschrift

Postfach 100165
01071 Dresden

Cornelia Herold, Außenstellenleiterin Dresden

Außenstellenleiterin

Cornelia Herold

Telefon: 03 51 2508-3411
Fax: 03 51 2508-3419
E-Mail: dresden.stasiunterlagenarchiv@bundesarchiv.de

Aktuelle Veranstaltungen in der Region Dresden

Im angezeigten Zeitraum sind keine Veranstaltungen geplant.

Jun

Jul

Aktuelle Ausstellungen in der Region Dresden

Das Archiv

Im Stasi-Unterlagen-Archiv Dresden lagern 8.239 Regal-Meter Unterlagen und 3 Millionen Karteikarten. Hinter diesen zwei nüchternen Zahlen verbergen sich nicht nur Akten, sondern auch Biographien und Schicksale, in die das MfS eingegriffen hat.

Das Stasi-Unterlagen-Archiv Dresden hat die Unterlagen der ehemaligen Bezirksverwaltung für Staatssicherheit Dresden und die Unterlagen aus den Kreisen (Kreisdienststellen) des Bezirkes Dresden übernommen. Es teilt sich in drei Bereiche auf: die Kartei, das Magazin und die Erschließung.

Die Kartei

In modernen Schrankanlagen (Paternostern) werden die vom MfS erfassten und die vom BStU neu erstellten Karteikarten gelagert. In diesen Karteikarten werden die Recherchen zu jedem personenbezogenen Antrag durchgeführt.

Die etwa 3 Millionen Karteikarten im Stasi-Unterlagen-Archiv Dresden haben einen Umfang von etwa 760 laufenden Metern. Davon befinden sich etwa 140 laufende Meter in den Zentralen Karteien, wie zum Beispiel für Operative Bearbeitung. Etwa 620 laufende Meter kommen in den Karteien der 16 Kreisdienststellen und der 36 Abteilungen der Bezirksverwaltung Dresden vor. Die Mehrzahl der Karteikarten bezieht sich auf Personen. Es gibt aber auch sachbezogene Karteikarten, zum Beispiel zu Haftdelikten.

Als Besonderheit ist die Kartei der Abteilung M (Postkontrolle) zu nennen mit etwa 246.600 Karteitaschen. Sie ist zumeist gleichzeitig Archivablage, da kopierte Briefe in Form von Mikrofiches hier eingelegt wurden.

Das Magazin

Im Magazin werden die Akten und andere Informationsträger, wie Mikrofilme gelagert. Auf Grundlage der in den Karteien ermittelten Signaturen von Akten werden diese im Magazin angefordert. Durch den Magazindienst werden die entsprechenden Akten für die Nutzung bereitgestellt. Es werden jeden Monat etwa 2.000 Aktenanforderungen bearbeitet.

Die Erschließung

Seit der Bildung des Staatssicherheitsdienstes, Beginn der 50er Jahre bis zu seiner Auflösung 1989/1990, wurden in der Bezirksverwaltung Dresden etwa 3.300 laufende Meter Materialien archiviert. Von den Kreisdienststellen und Abteilungen wurden etwa 5.000 laufende Meter Schriften in vorwiegend ungeordnetem Zustand übernommen. Dieses Material wurde von den Archivaren geordnet und auf Karteikarten erfasst. Außerdem wurden etwa 1.274 laufende Meter zerrissene Unterlagen aus Platzgründen in die Außenstelle Suhl ausgelagert. Dieses Material soll zukünftig elektronisch erfasst und erschlossen werden.

Es sind auch spezielle Informationsträger überliefert worden, unter anderem etwa insgesamt 52.000 Fotodokumente, Negative und Mikrofilme. Zwei Beispiele sollen den teilweise extremen Arbeitseifer des MfS verdeutlichen:

  • Der Operative Vorgang "Molekül" der Abteilung XVIII (Sicherung der Volkswirtschaft) umfasst 47 Akten. Hier wurde ein Wissenschaftler von 1962-1976 wegen des Verdachtes der Spionage zu Unrecht überwacht.
  • Die Akten, in denen die sehr umfangreiche Berichtstätigkeit des Hauptamtlichen Inoffiziellen Mitarbeiters (HIM) "Dietmar Heine" dokumentiert ist, liegen in 30 Bänden vor. Die ersten 15 Bände wurden bereits durch das MfS verfilmt. Der HIM fragte nach Informationen, in dem er sich als Mitarbeiter des Wohnungsbaukombinates ausgab und im ganzen Landkreis Dresden ermittelte. So berichtete er auch über einen Lehrer, der im Ruhestand erstmals in den Westen reisen durfte. 1983 wurde dieser Vorgang angelegt und erst mit Ende des MfS archiviert.

Bestandsübersicht und Findmittel

Die Bestandsübersicht des Sachgebietes Archivwesen des Stasi-Unterlagen-Archivs Dresden gibt einen Überblick über Inhalt, Umfang und Benutzbarkeit der in der Außenstelle verwahrten Unterlagen der ehemaligen Bezirksverwaltung (BV) für Staatssicherheit Dresden und der auf ihrem Gebiet gelegenen Kreisdienststellen (KD) des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS).

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Archivführungen

Jeden letzten Donnerstag im Monat findet um 16:30 Uhr sowie nach Vereinbarung eine Führung statt. Der Eintritt ist frei.

Im Stasi-Unterlagen-Archiv Dresden lagern aus der ehemaligen Bezirksverwaltung des Ministeriums für Staatsicherheit: 8.239 laufende Meter Akten und 3 Millionen Karteikarten.

Diese können Sie während einer Führung besichtigen. Während des Rundganges wird die Tätigkeit im Archiv, die Arbeitsweise des MfS und deren Auswirkungen erläutert. Außerdem werden dazu zwei Beispiele anhand von Original-Akten vorgestellt.

Archivführungen, verbunden mit einem Vortrag zur Geschichte des MfS" target="_blank" href="t3://record?identifier=tx_dreipcca_glossary&uid=307">MfS, bieten wir auch außerhalb der Besuchertage für Gruppen aus Schulen, Gymnasien und anderen Einrichtungen an.

Informations- und Dokumentationszentrum

Die ständige Ausstellung "Wer ist wer?" im Informations- und Dokumentationszentrum im Stasi-Unterlagen-Archiv Dresden widmet sich insbesondere den Aktivitäten des Staatssicherheitsdienstes im damaligen Bezirk Dresden. Die Bezirksverwaltung für Staatssicherheit unterhielt hier 16 Kreisdienststellen und eine so genannte Objektdienststelle an der Technischen Universität Dresden. 1989 standen im gesamten Bezirk 3.551 hauptamtliche und 11.424 inoffizielle Mitarbeiter im Dienst der Staatssicherheit.

"Genossen, wir müssen alles wissen" - getreu dieser Weisung von Erich Mielke kontrollierte die Staatssicherheit alle Lebensbereiche. Am Beispiel des Operativen Vorgangs "Passion" zeigt die Ausstellung, dass eine pazifistisch-oppositionelle Einstellung von Jugendlichen genügte, um umfangreiche Überwachungsmaßnahmen durch die Staatssicherheit einzuleiten. Das MfS verdächtigte die Jugendlichen der "Vereinsbildung zur Verfolgung gesetzeswidriger Ziele" - nach DDR-Recht war dies eine Straftat.

Aber auch für den Sport interessierte sich das MfS. Sie verfolgten den Fußballalltag in Dresden, überwachten nicht nur die Spieler, sondern auch ihre Fans. Am 11. Dezember 1974, beim Spiel von Dynamo Dresden gegen den Hamburger SV, kamen allein 4.000 hauptamtliche Stasi-Mitarbeiter zum Einsatz.

Für ihre Überwachungseinsätze waren die Stasi-Mitarbeiter bestens gerüstet, denn das Ministerium unterhielt eine eigene Diensteinheit, die technische Geräte entwickelte und herstellte. "Operative Technik" war der Sammelbegriff für Instrumente beispielsweise zur Überwachung des Post- und Telefonverkehrs, Observierungskameras oder Spezialschlüssel, um Wohnungen "konspirativ" zu durchsuchen.

Wir bitten Sie, Führungen vorab zu vereinbaren. Der Eintritt ist frei.

Öffnungszeiten

Montag bis Freitag: 8:00-18:00 Uhr
Samstag nach Vereinbarung

Informations- und Beratungsstelle

Die Informations- und Beratungsstelle des Stasi-Unterlagen-Archivs Dresden dient als Anlaufpunkt bei allen Fragen zur Antragstellung und Beratung rund um das Thema Stasi-Unterlagen. Das Angebot umfasst Fragestellungen zur persönlichen Akteneinsicht, zu Forschungsanträgen und zu Themen der politischen Bildung.

Am historischen Ort informieren wechselnde Ausstellungen, Musterakten, Publikationen und ein Besucher-PC über die Struktur, den Aufbau und die Wirkungsweise des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR.

Unsere Angebote:

  •     Antragsannahme und Beratung für persönliche Akteneinsicht, Forschung und Medien
  •     wechselnde Ausstellungen, kostenloser Verleih von Wanderausstellungen
  •     Schülerprojekte, Lehrerfortbildungen
  •     Vorträge zur Arbeit des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS)
  •     Verkauf von Publikationen

Anschrift/ Kontakt:

Informations- und Beratungsstelle in der Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden
Bautzner Straße 112a, 01099 Dresden, 4. OG

Telefon: 0351 2508-3411
Fax: 0351 2508-3419
E-Mail: dresden.stasiunterlagenarchiv@bundesarchiv.de
www.stasi-unterlagen-archiv.de

Öffnungszeiten:

Bürgerberatungen:
Montag und Mittwoch 10:00–17:00 Uhr
und für Besuchergruppen der Gedenkstätte nach Vereinbarung

Informationsangebote und Ausstellungen:
täglich 10:00–18:00 Uhr

Bildungsangebote

Viele junge Menschen haben die DDR nicht mehr selbst erlebt. Sie kennen diese höchstens aus Erzählungen der Eltern, durch den Unterricht oder durch die Medien. Gerade für das Demokratieverständnis ist es jedoch sehr wichtig, sich kritisch mit der jüngsten Vergangenheit auseinanderzusetzen. Im Rahmen unserer politischen Bildungsarbeit bieten wir Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Studierenden vielseitige Möglichkeiten, sich mit dem Thema der Staatssicherheit zu beschäftigen.

Bildungsangebote für Schülerinnen und Schüler

Ihr interessiert euch für die DDR-Geschichte und die Arbeit der Staatssicherheit? Im Stasi-Unterlagen-Archiv Dresden bieten wir ein breites Spektrum an Informationen zu diesen Themen.

Unser Bildungsangebot umfasst:

•    Führungen durch das Archiv
•    Vorträge über das Ministerium für Staatssicherheit (MfS)
•    Vorträge zur Arbeit des Stasi-Unterlagen-Archivs
•    Projekttage
•    Arbeit mit Musterakten bzw. aufgearbeiteten Fallbeispielen  
•    Filme über die Methoden und Strukturen des MfS

Bildungsangebote für Lehrerinnen und Lehrer

Zu wissen, wie Diktaturen beschaffen, wie Menschen unter den Bedingungen der Diktatur bestehen oder auch schuldig werden, ist für die Herausbildung demokratischer Überzeugungen und Kompetenzen von großer Bedeutung. Jugendliche, die heute die Schule besuchen, haben keine lebendige Erinnerung an die DDR und die Teilung Deutschlands.

Gern möchten wir Lehrerinnen und Lehrer bei der Vermittlung zum Unterrichtsstoff "Staatssicherheit der ehemaligen DDR" unterstützen.

Dafür bieten wir Vorträge zur Geschichte des MfS und zur Entstehung des BStU, Unterrichtseinheiten, Führungen durch das Archiv und Lehrerfortbildungen an. Auch Projektarbeiten können bei uns anhand ausgewählter Quellen durchgeführt werden. Dabei beschäftigen sich die ausgewählten Fälle mit Jugendlichen, welche in das Visier der Staatssicherheit geraten sind. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erläutern die Mittel und Methoden der Geheimpolizei und unterstützen die Schülerinnen und Schüler bei der Ausarbeitung einer kurzen Präsentation. Dies kann ein Interview, ein Kurzvortrag oder ein Rollenspiel sein. Die Angebote richten sich an Schulklassen von der 9. bis zur 12. Klasse aller Schultypen und eignen sich, neben dem Geschichtsunterricht, auch für Fächer wie Deutsch oder Gemeinschaftskunde. Im Bereich der Lehrerfortbildung informieren Sie Beschäftigte des Stasi-Unterlagen-Archivs über das Ministerium für Staatssicherheit, seine Rolle und Methoden sowie über die Bedeutung der Stasi-Unterlagen und deren Erhaltung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen Ihnen Möglichkeiten vor, das Thema im Unterricht zu behandeln und aufzuarbeiten. Gern stellen wir Ihnen Info- und Arbeitsmaterialien für den Unterricht zur Verfügung. Ebenso können Sie bei uns Ausstellungen zum Thema kostenfrei ausleihen.

Der Freistaat Sachsen unterstützt Lernortfahrten und übernimmt für sächsische Schulgruppen z.B. die Fahrtkosten. Mehr Informationen erhalten Sie bei der Landesservicestelle "Lernorte des Erinnerns und Gedenkens".

Bildungsangebote für Studentinnen und Studenten

Die Unterlagen des Ministeriums für Staatssicherheit sind eine wichtige Quelle zur Erforschung und Aufarbeitung des SED-Staates und dessen Herrschaftsmechanismen. Gleichfalls bieten diese Archivalien differenzierte Einblicke in die Gesellschaft und das Alltagsleben der DDR. Wir unterstützen Studierende bei Ihren Forschungsvorhaben, wie Bachelor-, Master-, Magister- und Diplomarbeiten, zum Themenkomplex Staatssicherheit in der DDR. Hierfür ist ein Forschungsantrag nötig. Nähere Informationen erhalten Sie unter dem Menüpunkt Akteneinsicht/Forschung und Medien. Bitte berücksichtigen Sie, dass Recherchen und Vorbereitungen nach dem Stasi-Unterlagen-Gesetz eine gewisse Bearbeitungszeit erfordern. Stellen Sie ihren Antrag daher so früh wie möglich. Dieses Angebot richtet sich analog an Promotionsvorhaben.

Für eine intensive Auseinandersetzung und um die Arbeit des Stasi-Unterlagen-Archivs kennenzulernen, besteht die Möglichkeit, in der Außenstelle Dresden ein studentisches Praktikum zu absolvieren. Dies sollte mindestens drei Wochen dauern. Dabei lernen Sie zunächst alle Arbeitsbereiche der Außenstelle kennen. Anschließend bearbeiten Sie selbständig ein kleines Projekt, zum Beispiel für die Öffentlichkeits- oder politische Bildungsarbeit. Bitte achten Sie auf eine rechtzeitige Voranmeldung.

Anmeldung für Bildungsangebote

E-Mail: anmeldungen.stasiunterlagenarchiv@bundesarchiv.de

Anfahrt

Anreise mit dem Auto

Die Außenstelle befindet sich im Stadtteil Pieschen in der Nähe der Autobahn A 4.

  • von der Abfahrt "Wilder Mann" stadteinwärts die Großenhainer Straße (ca. 2 Kilometer)
  • bis Trachenberger Platz, dort rechts abbiegen
  • die nächste Querstraße rechts ist die Riesaer Straße

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln

S-Bahn

Dresden-Meißen (S1), Haltepunkt Pieschen

Straßenbahn

Linie 3, Haltepunkt Trachenberger Platz

Bus

Linie 70, Haltepunkt Trachenberger Platz
Linie 64, Haltepunkt Pieschen (am S-Bahn-Haltepunkt)