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Die Außenstelle Suhl des Stasi-Unterlagen-Archivs

Stasi-Unterlagen-Archiv Suhl

Im Stasi-Unterlagen-Archiv Suhl werden die Unterlagen aus der Überlieferung der Bezirksverwaltung für Staatssicherheit (BVfS) und den in ihrem Territorium ansässigen Kreisdienststellen (KD) verwahrt.

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Aktuelle Situation

Termine zur Einsicht von Akten können vergeben werden. Die Terminvergabe steht unter dem Vorbehalt der Verordnungslage bzw. der weiteren Entwicklung des Inzidenzwertes. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die telefonische Auskunft des Standortes.

Über den Standort

Öffnungszeiten

Montag bis Donnerstag: 08:00-16:00 Uhr
Freitag: 08:00-14:00 Uhr

Bürgerberatung

Persönliche Beratung

Montag bis Donnerstag: 08:00-16:00 Uhr
Freitag: 08:00-14:00 Uhr

Telefonische Auskünfte

Die Bürgerberatung in der Region Suhl erreichen Sie unter
Telefon 03681 456-0

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Außenstellenleiterin (Abwesenheitsvertretung)

Nancy Nowik

Telefon: 03681 456-4570
Fax: 03681 456-4519
E-Mail: nancy.nowik@bundesarchiv.de

Aktuelle Veranstaltungen in der Region Suhl

Termin
Sonstige

Das Stasi-Unterlagen-Archiv Suhl stellt sich vor

Suhl - Uhr

Sept

Okt

Das Archiv

Im Stasi-Unterlagen-Archiv Suhl werden die Unterlagen aus der Überlieferung der Bezirksverwaltung für Staatssicherheit (BVfS) und den in ihrem Territorium ansässigen Kreisdienststellen (KD) verwahrt. Die acht Kreise des ehemaligen Bezirkes Suhl sind:

  • Bad Salzungen
  • Hildburghausen
  • Ilmenau
  • Meiningen
  • Neuhaus
  • Schmalkalden
  • Sonneberg
  • Suhl

Die Überlieferung in der Außenstelle Suhl hat einen Gesamtumfang von ca. 3.780 laufenden Metern (lfd.M.) und lässt sich aufteilen in:

  • Archivierte Ablage (u.a. Operative Hauptablage, Personalaktenablage), ca. 1.540 lfd.M.
  • Unterlagen der Diensteinheiten und Kreisdienststellen (einschließlich Karteien des MfS), ca. 2.240 lfd.M.
  • 216 Kartons mit zerrissenen Unterlagen.

Etwa 80 Prozent des Schriftgutes ist inzwischen für Recherchen nutzbar.

Im Archiv werden alle personenbezogenen Recherchen sowie Sachrecherchen durchgeführt. Zudem werden hier die Unterlagen verwahrt, gesichert und zur Verfügung gestellt. Die Erschließung der MfS-Unterlagen bildet den Hauptschwerpunkt der archivarischen Arbeit.

Das Archiv teilt sich in drei Bereiche:

  • Kartei
  • Magazin
  • Erschließung

Kartei

Die Bearbeitung aller personenbezogenen Anträge beginnt mit einer Recherche im Karteibereich. Dabei kann auf 131 Karteien mit etwa 1,35 Mio. Karteikarten (Personenerfassung) zugegriffen werden, die sich in großen Paternosterregalen befinden. Die meisten Karteien sind bereits in der Datenbank Elektronisches Personenregister (EPR) erfasst; das erleichtert und beschleunigt die Suche.

Zu den umfangreichsten Karteien zählen:

  • Personenkartei F 16, ca. 22 lfd.M.
  • Vorgangskartei F 22, ca. 7 lfd.M.

Die Kartei der Abteilung M (Postkontrolle) weist dabei einige Besonderheiten auf:

Die Decknamenkartei F 77 ist größtenteils vernichtet worden, wird aber fortlaufend durch Mitarbeiter der Außenstelle Suhl rekonstruiert (aktuell: ca. 20.000 Karteikarten).

Magazin

Die Bearbeitung der Aktenanforderungen und die Bereitstellung der Unterlagen erfolgt durch Magazinmitarbeiter. Zu den weiteren Aufgaben im Magazin gehören die archivtechnische Aufbereitung (u.a. Entfernen von Metallteilen), Bestandspflege und das Rückkopieren von Mikrofilmen.

Die Außenstelle Suhl befindet sich seit 1992 in einem ehemaligen Unterkunftsgebäude der Offiziershochschule "Rosa Luxemburg" der DDR-Grenztruppen. Der Archivbereich ist auf zwei Etagen verteilt. Die Unterlagen sind in 72 Magazinräumen mit Standregalen untergebracht.

Erschließung

Die Erschließung der nicht vom MfS archivierten Unterlagen bildet den Hauptschwerpunkt der Arbeit im Archiv. Da nur ein Teil der Unterlagen durch die überlieferten Karteien zugänglich war, muss durch die Erschließung der Zugang zu den Akten über neue Findhilfsmittel (elektronische Datenbanken, Karteien) ermöglicht werden.

Von der Gesamtmenge des unzerstört gebliebenen Schriftgutes konnten nur etwa 1.450 lfd.M. in geordnetem Zustand aus den Archiven der BV übernommen werden. Der andere Teil der Unterlagen (etwa 2.300 Säcke und Kartons) wurde zum Teil in losen Blättern, zum Teil in zerrissener Form, sichergestellt. Der genaue Umfang der vom Staatssicherheitsdienst vernichteten Dokumente ist nicht bekannt.

Recherche an der Personenkartei F 16 im Stasi-Unterlagen-Archiv Suhl.
Ausheben einer Akte im Magazin des Stasi-Unterlagen-Archivs Suhl.
Karton mit zerrissenen Unterlagen im Stasi-Unterlagen-Archiv Suhl.

Bestandsübersicht und Findmittel

Die nachfolgenden Bestandsinformationen des Sachgebietes Archivwesen des Stasi-Unterlagen-Archivs Suhl geben einen Überblick über Inhalt, Umfang und Benutzbarkeit der in der Außenstelle verwahrten Unterlagen der ehemaligen Bezirksverwaltung (BV) für Staatssicherheit Suhl und der auf ihrem Gebiet gelegenen Kreisdienststellen (KD) des MfS.

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Archivführungen

Im Stasi-Unterlagen-Archiv Suhl lagern rund 3.780 laufende Meter Unterlagen, etwa 380 laufende Meter Karteien mit ca. 1,35 Millionen Karteikarten sowie zahlreiche Fotos, Filme, Dias und vor vernichtetes Material. Beim Rundgang durch das Archiv kann sich der Besucher vom Umfang dieses Bestandes überzeugen.

Die Archivführung umfasst:

  • Erläuterungen zur Kartei und Erklären der Verfahrensweise bei der Aktenrecherche nach einer Antragstellung
  • Erläutern der Aktenführung des Staatssicherheitsdienstes
  • Aufzeigen von vernichtetem Material bzw. aufgefundenen Stapeln loser Blätter
  • Vorlage von Musterakten Inoffizieller Mitarbeiter und Betroffener
  • Besuch des Ausstellungsbereichs

Es besteht die Möglichkeit der Antragstellung auf Akteneinsicht (Personaldokument erforderlich).

Der Eintritt ist frei. Eine Voranmeldung ist erforderlich.

Dauerausstellung

In unserer Außenstelle präsentieren wir ständig wechselnde Ausstellungen zur Struktur und Arbeitsweise des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) und zur Geschichte der DDR. Des Weiteren wird speziell die Geschichte der Stasi im ehemaligen Bezirk Suhl dargestellt.

Eine umfangreiche Ausstellung zum "Suhler Stasi-Gefängnis" verdeutlicht die Geschichte des Gebäudes und die Bedingung der Untersuchungshaft. Zur Zeit können zusätzlich die Ausstellung "Stasi Ohn(e) Macht" und "Überwachen. Verängstigen. Verfolgen." besichtigt werden.

Auf Anfrage werden Besucher gerne durch die Ausstellungen begleitet. Um Voranmeldung wird gebeten. Der Eintritt ist frei.

Öffnungszeiten

Montag bis Donnerstag: 8:00 - 16:00 Uhr
Freitag: 8:00 - 14:00 Uhr

Anfahrt

Anreise mit dem Auto

A 73 Suhl in Richtung Nürnberg

  • bei Ausfahrt Suhl-Friedberg die Autobahn verlassen
  • auf der L 3274 in Richtung Gewerbegebiet fahren
  • Ausfahrt Gewerbegebiet nehmen
  • folgen Sie der Hubertusstraße
  • bei Einmündung in die Pfütschbergstraße, der Hauptstraße folgend nach rechts abbiegen
  • nach ca. 200 m dem Straßenverlauf folgend nach links in "Neuer Friedberg" fahren
  • geradeaus in Büropark "Neuer Friedberg"
  • geradeaus der Weidbergstraße folgen
  • das Stasi-Unterlagen-Archiv finden Sie nach ca. 500 m im 4. Querblock auf der rechten Seite

L 3247 aus Richtung Suhl

  • auf der L 3247 in Richtung Schleusingen
  • Abfahrt ins Gewerbegebiet
  • an der Ampelkreuzung rechts abbiegen
  • folgen Sie der Hubertusstraße
  • bei Einmündung in die Pfütschbergstraße, der Hauptstraße folgend nach rechts abbiegen
  • nach ca. 200 m dem Straßenverlauf folgend nach links in "Neuer Friedberg" fahren
  • geradeaus in Büropark "Neuer Friedberg"
  • geradeaus der Weidbergstraße folgen
  • das Stasi-Unterlagen-Archiv finden Sie nach ca. 500 m im 4. Querblock auf der rechten Seite

Besucherparkplätze stehen ausreichend zur Verfügung. Hinter dem Haus befinden sich die Behindertenparkplätze.

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Bus

  • Buslinie A/G, H, oder G in Richtung "Neuer Friedberg" nehmen
  • Haltestelle "Neuer Friedberg" in Fahrtrichtung aussteigen
  • geradeaus der Weidbergstraße folgen
  • das Stasi-Unterlagen-Archiv finden Sie im 4. Querblock auf der rechten Seite (ca. 500 m)