Direkt zum Seiteninhalt springen
Publikation

Auftrag: Menschenraub

Entführungen von Westberlinern und Bundesbürgern durch das Ministerium für Staatssicherheit der DDR

BStU (Hg.), Susanne Muhle

Cover zu Muhle: Auftrag: Menschenraub

Reihe
Wissenschaftliche Reihe

Umfang
678 Seiten

Auflage
1. Auflage, Göttingen 2015

Verlag
Vandenhoek & Ruprecht

Preis
50,00 €

ISBN
978-3-525-35116-1

Sprache
Deutsch

Band 42

Inhalt

Die Studie analysiert die Methoden und Funktion der Entführungspraxis des MfS und fragt nach den Entführten sowie den Entführern.

Bis heute ist in der Öffentlichkeit kaum bekannt, dass die DDR-Staatssicherheit in den 1950er- und 1960er-Jahren etwa 400 Menschen aus West-Berlin und der Bundesrepublik entführen ließ. Viele kehrten erst nach Monaten oder Jahren zurück, für manche gab es keine Rückkehr. Die Methoden des MfS reichten dabei von perfiden Täuschungen bis zu brutalen Überfällen auf offener Straße. Auf Grundlage von umfangreichem Archivmaterial beleuchtet die Studie dieses weitgehend unbekannte Kapitel der deutschen Teilung. Sie leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Gewalt- und Täterforschung.

Weitere Informationen zur Buchreihe und zum diesem Titel auf der Website des Verlags Vandenhoeck & Ruprecht.

Zum Autor/Herausgeber

BStU (Hg.)

Susanne Muhle

Jahrgang 1980, Historikerin; ab 2003 Praktika und Werkverträge beim BStU, seit 2013 wissenschaftliche Mitarbeiterin der Stiftung Berliner Mauer

Verwandte Inhalte

Publikation

"Stellt die Bürger ruhig"

Staatssicherheit und Umweltzerstörung im Chemierevier Halle–Bitterfeld

Das Chemiedreieck Halle–Bitterfeld war in den 80er-Jahren ein "ökologisches Katastrophengebiet", die DDR einer der größten Umweltsünder in Europa: Die Staatssicherheit versuchte, die gravierenden Umweltprobleme zu vertuschen und die Umweltbewegung zu mundtot zu machen.

Publikation

Von einer Freundschaft, die es nicht gab.

Das Ministerium für Staatssicherheit der DDR und das polnische Innenministerium 1974–1990.

Die Studie offenbart die vermeintliche Freundschaft zwischen Stasi und polnischem Geheimdienst als Täuschung und legt überraschende Schwachstellen der Stasi offen.

Publikation

Vom Scheitern der kybernetischen Utopie

Die Entwicklung von Überwachung und Informationsverarbeitung im MfS

Beschaffung und Verarbeitung von Informationen sind zentrale Aufgaben für jeden Geheimdienst. Das MfS wollte aber weder "alles" wissen, noch überwachte es flächendeckend. Seine Aufmerksamkeit galt besonders Staat, Wirtschaft und militärischer Abwehr, weniger dafür "Staatsfeinden" und ...

Publikation

Sicherungsbereich Literatur

Schriftsteller und Staatssicherheit in der Deutschen Demokratischen Republik

Gesamtdarstellung über die Kontrolle und Beeinflussung der DDR-Literatur durch das Ministerium für Staatssicherheit. Die literarischen Primärtexte werden darin um die konspirativen Kontexte erweitert.

Publikation

Konzentrierte Schläge

Staatssicherheitsaktionen und politische Prozesse in der DDR 1953-1956

Der Zeitraum zwischen dem Aufstand am 17. Juni 1953 und dem vom XX. Parteitag der KPdSU eingeleiteten „Tauwetter“ war durch die härtesten Repressionen in der Geschichte der DDR gekennzeichnet.

Publikation

Aktenlage

Die Bedeutung der Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes für die Zeitgeschichtsforschung

Der Band liefert eine erste Bestandsaufnahme der zeithistorischen Forschung mit MfS-Akten und einen Einblick in die Dimension der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Staatssicherheitsdienst.