Direkt zum Seiteninhalt springen
Publikation

Inoffizielle Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit

Teil 2: Anleitungen für die Arbeit mit Agenten, Kundschaftern und Spionen in der Bundesrepublik Deutschland

Helmut Müller-Enbergs (Hg.)

Reihe
Wissenschaftliche Reihe

Umfang
1118 Seiten

Auflage
2. Auflage, Berlin 1998

Verlag
Ch. Links Verlag

Preis
38,80 €

ISBN
3-86153-145-3

Sprache
Deutsch

Band 10

Inhalt

Mit dem Ministerium für Staatssicherheit und seinen zuletzt 91 000 hauptamtlichen Mitarbeitern verfügte die SED-Führung über einen gigantischen Apparat, der geheimpolizeilich und nachrichtendienstlich die innere und äußere Sicherheit der DDR garantieren sollte. Die Arbeit im Ausland lag dabei vor allem in den Händen der Hauptverwaltung Aufklärung (HV A) des MfS. Sie verfügte zuletzt in der DDR über rund 3 300 hauptamtliche Mitarbeiter, 700 verdeckt operierende "Offiziere im besonderen Einsatz" und etwa 10 000 inoffizielle Mitarbeiter (IM). Hinzu kamen etwa 1 550 als IM tätige Bundesbürger sowie zahlreiche Agenten in anderen Ländern.

Helmut Müller-Enbergs gibt mit seiner vorliegenden Dokumentation erstmals einen Gesamtüberblick zur Tätigkeit inoffizieller Mitarbeiter der HV A in der Bundesrepublik und publiziert bisher unbekannte dienstinterne Materialien zur Arbeit mit den "Kundschaftern". In seiner umfangreichen Einleitung analysiert er die unterschiedlichen Funktionstypen inoffizieller Mitarbeiter, beschreibt ihren Rekrutierungsprozeß und belegt konkrete Fälle konspirativer Tätigkeit. Dabei wird offensichtlich, dass die Bereitschaft zur freiwilligen Zusammenarbeit mit dem DDR-Geheimdienst bei Vertretern aller Parteien und vieler Behörden bestand und sogar bis in bedeutende Führungspositionen reichte.

Zum Autor/Herausgeber

Helmut Müller-Enbergs (Hg.)

Dr., Jahrgang 1960, Dipl. Politologe; Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Bildung und Forschung des BStU

Verwandte Inhalte

Publikation

Konzentrierte Schläge

Staatssicherheitsaktionen und politische Prozesse in der DDR 1953-1956

Der Zeitraum zwischen dem Aufstand am 17. Juni 1953 und dem vom XX. Parteitag der KPdSU eingeleiteten „Tauwetter“ war durch die härtesten Repressionen in der Geschichte der DDR gekennzeichnet.

Publikation

Vom Scheitern der kybernetischen Utopie

Die Entwicklung von Überwachung und Informationsverarbeitung im MfS

Beschaffung und Verarbeitung von Informationen sind zentrale Aufgaben für jeden Geheimdienst. Das MfS wollte aber weder "alles" wissen, noch überwachte es flächendeckend. Seine Aufmerksamkeit galt besonders Staat, Wirtschaft und militärischer Abwehr, weniger dafür "Staatsfeinden" und ...

Publikation

"Stellt die Bürger ruhig"

Staatssicherheit und Umweltzerstörung im Chemierevier Halle–Bitterfeld

Das Chemiedreieck Halle–Bitterfeld war in den 80er-Jahren ein "ökologisches Katastrophengebiet", die DDR einer der größten Umweltsünder in Europa: Die Staatssicherheit versuchte, die gravierenden Umweltprobleme zu vertuschen und die Umweltbewegung zu mundtot zu machen.

Publikation

Staatssicherheit und KSZE-Prozess

MfS zwischen SED und KGB (1972–1989)

Welche Rolle spielte das MfS im KSZE-Prozess nach der Unterzeichnung der Schlussakte von Helsinki? Und wie agierte es bei dem Versuch, die Folgen des politischen Prozesses im Bereich der Menschenrechte und der menschlichen Kontakte in der DDR und Osteuropa einzudämmen?

Publikation

Strom für die Republik

Die Stasi und das Kernkraftwerk Greifswald

Die Stasi hatte mit dem nie ganz fertiggestellten Kernkraftwerk Greifswald zugleich einen Nuklearbetrieb und eine Großbaustelle zu überwachen. Das Buch zeigt, dass sie damit auf wirtschaftlichem und politischem Gebiet weitgehend erfolglos blieb.

Publikation

Wörterbuch der Staatssicherheit

Definitionen zur "politisch-operativen Arbeit"

Das "Wörterbuch der politisch-operativen Arbeit" des Ministeriums für Staatssicherheit gibt in komprimierter Form das Selbstverständnis des DDR-Geheimdienstes wieder.