Direkt zum Seiteninhalt springen
Publikation

Sorgt dafür, daß sie die Mehrheit nicht hinter sich kriegen!

MfS und SED im Bezirk Erfurt

BStU (Hg.), Eberhard Stein

Reihe
BF informiert

Umfang
57 Seiten

Auflage
1. Auflage, Berlin 1999

Verlag
BStU

Preis
2,50 €

ISBN
978-3-942130-63-9

Sprache
Deutsch

BF informiert 22/1999, Die Entmachtung der Staatssicherheit in den Regionen, Teil 5

Inhalt

Die Ereignisse vom Sommer und Herbst 1989 im ehemaligen Bezirk Erfurt und ihr spezifischer Niederschlag im Apparat der Bezirksverwaltung der Staatssicherheit entsprechen weitgehend denen in der übrigen DDR. Die Daten des Umbruchs in der DDR sind bekannt. Sie unterscheiden sich an den verschiedenen Orten des Landes nur unwesentlich. Abweichungen bestehen zunächst darin, dass es hier in den ländlichen Gebieten, aber auch in den größeren Städten, auf den Straßen noch ruhig blieb, als in Leipzig und anderen Zentren des Umbruchs bereits große Demonstrationen stattfanden.

Weshalb die Bezirksverwaltung Erfurt republikweit die erste war, die von mutigen Bürgern besetzt wurde, ist letztlich nicht mit Sicherheit festzustellen. Vermutlich hat eine Rolle gespielt, dass das Gebäude der Bezirksverwaltung unmittelbar neben dem Domplatz steht, wo die großen Kundgebungen mit Zehntausenden Menschen stattfanden. Nur war die Besetzung nicht die Folge einer Demonstration, wie im Falle der Leipziger Stasi-Zentrale – es war am 4. Dezember –, sondern Erfurter Bürgerinnen und Bürger hatten sich in den Morgenstunden dazu entschlossen, weil dicke Rauchschwaden auf die Vernichtung von Akten hindeuteten.

Zum Autor/Herausgeber

BStU (Hg.)

Eberhard Stein

Ehemaliger Mitarbeiter in der Außenstelle Erfurt des BStU

Verwandte Inhalte

Publikation

"Akten-Einsichten"

Beiträge zum historischen Ort der Staatssicherheit

"Akten-Einsichten" wirft Schlaglichter auf die Stasi-Überlieferungen. Die versammelten Beiträge beleuchten und reflektieren an ausgewählten Beispielen das Potenzial dieser Quellengattung.

Publikation

Schmuggler, Spitzel und Tschekisten

Wie Stasi und KGB den Bibelschmuggel in die Sowjetunion bekämpften

Die vorliegende Studie beschreibt die geheimpolizeilichen Maßnahmen von MfS und KGB, mit denen der Bibelschmuggel durch die DDR in die Sowjetunion unterbunden werden sollte, und untersucht damit die bisher wenig erforschte Zusammenarbeit der beiden Dienste.

Publikation

Sperrgebiete in der DDR

Ein Atlas von Standorten des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS), des Ministeriums des Innern (MdI), des Ministeriums für Nationale Verteidigung (MfNV) und der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland (GSSD)

Allein in Ost-Berlin hatte das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) mindestens 232 Dienstgebäude - inklusive der Zentrale in Berlin-Lichtenberg sowie Sport- und Erholungsanlagen und dem Flugplatz Johannisthal. Im neuen Band "Sperrgebiete in der DDR" lassen sich diese und viele andere ...

Publikation

Die AIDS-Verschwörung

Das Ministerium für Staatssicherheit und die AIDS-Desinformationskampagne des KGB

Mit dem Auftauchen des für AIDS verantwortlichen HI-Virus Anfang der 1980er Jahre begannen Forschungen, aber auch Spekulationen um dessen Herkunft. 1992 gab der Leiter der russischen Auslandsspionage zu, dass der sowjetische Geheimdienst hinter einer internationalen Desinformationskampagne zum ...

Publikation

Die maoistische KPD/ML und die Zerschlagung ihrer "Sektion DDR" durch das

Im "Arbeiter-und-Bauern-Staat" kämpfte eine Handvoll Maoisten unter dem Namen "Sektion DDR der KPD/ML" verbissen gegen die SED-Machthaber und wurde nach anfänglichen "Erfolgen" zur leichten Beute für den Staatssicherheitsdienst.

Publikation

Die Untersuchungshaftanstalt der Staatssicherheit in Rostock

Ermittlungsverfahren, Zelleninformatoren und Haftbedingungen in der Ära Honecker

Die Studie bietet die erste wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der MfS-Untersuchungshaftanstalt Rostock, ihren Insassen und den hier herrschenden Haftbedingungen.