Direkt zum Seiteninhalt springen
Publikation

Staatssicherheit und Gesellschaft

Studien zum Herrschaftsalltag in der DDR

Jens Gieseke (Hg.)

Reihe
Wissenschaftliche Reihe

Umfang
391 Seiten

Auflage
1. Auflage, Göttingen 2007

Verlag
Vandenhoeck & Ruprecht

Preis
40,00 €

ISBN
978-3-525-35083-6

Sprache
Deutsch

Band 30

Inhalt

Die DDR-Staatssicherheit hat nicht nur die Opposition bekämpft, sie war auch im Alltag der schweigenden Mehrheit präsent: als Überwachungsorgan, als verdeckte Entscheidungsinstanz, als tabuisierter Mythos. Die Beiträge beschreiben und analysieren den Einfluss der Geheimpolizei in Betrieben, Schulen und Dörfern. Sie fragen nach den Erkenntnischancen aus den Stasi-Akten, nach den Erinnerungsspuren im Leben der DDR-Bürger und nach dem Vergleich mit Stalinismus und NS-Diktatur. Quellennah und mit methodischer Sorgfalt werden Tragweite und Grenzen der präventiven Sicherheitsdoktrin eines Regimes ausgelotet, das dem eigenen Bürger niemals über den Weg traute.

Weitere Informationen zur Buchreihe und zum diesem Titel auf der Website des Verlags Vandenhoeck & Ruprecht.

Zum Autor/Herausgeber

Jens Gieseke (Hg.)

Dr., Jahrgang 1964, Historiker; ehemaliger Projektleiter in der Abteilung Bildung und Forschung des BStU

Verwandte Inhalte

Publikation

Konzentrierte Schläge

Staatssicherheitsaktionen und politische Prozesse in der DDR 1953-1956

Der Zeitraum zwischen dem Aufstand am 17. Juni 1953 und dem vom XX. Parteitag der KPdSU eingeleiteten „Tauwetter“ war durch die härtesten Repressionen in der Geschichte der DDR gekennzeichnet.

Publikation

Vom Scheitern der kybernetischen Utopie

Die Entwicklung von Überwachung und Informationsverarbeitung im MfS

Beschaffung und Verarbeitung von Informationen sind zentrale Aufgaben für jeden Geheimdienst. Das MfS wollte aber weder "alles" wissen, noch überwachte es flächendeckend. Seine Aufmerksamkeit galt besonders Staat, Wirtschaft und militärischer Abwehr, weniger dafür "Staatsfeinden" und ...

Publikation

"Stellt die Bürger ruhig"

Staatssicherheit und Umweltzerstörung im Chemierevier Halle–Bitterfeld

Das Chemiedreieck Halle–Bitterfeld war in den 80er-Jahren ein "ökologisches Katastrophengebiet", die DDR einer der größten Umweltsünder in Europa: Die Staatssicherheit versuchte, die gravierenden Umweltprobleme zu vertuschen und die Umweltbewegung zu mundtot zu machen.

Publikation

Staatssicherheit und KSZE-Prozess

MfS zwischen SED und KGB (1972–1989)

Welche Rolle spielte das MfS im KSZE-Prozess nach der Unterzeichnung der Schlussakte von Helsinki? Und wie agierte es bei dem Versuch, die Folgen des politischen Prozesses im Bereich der Menschenrechte und der menschlichen Kontakte in der DDR und Osteuropa einzudämmen?

Publikation

Strom für die Republik

Die Stasi und das Kernkraftwerk Greifswald

Die Stasi hatte mit dem nie ganz fertiggestellten Kernkraftwerk Greifswald zugleich einen Nuklearbetrieb und eine Großbaustelle zu überwachen. Das Buch zeigt, dass sie damit auf wirtschaftlichem und politischem Gebiet weitgehend erfolglos blieb.

Publikation

Wörterbuch der Staatssicherheit

Definitionen zur "politisch-operativen Arbeit"

Das "Wörterbuch der politisch-operativen Arbeit" des Ministeriums für Staatssicherheit gibt in komprimierter Form das Selbstverständnis des DDR-Geheimdienstes wieder.